WAIDMANNSHEIL, HERR DOKTOR

von Monika Szabady

 

 

 

Mit Dr. Friedemann Hilfreich hat Renfrizhausen endlich einen örtlichen „Hausarzt“. Seine Leidenschaft fürs Jagen hat ihn aufs Land gelockt. Natürlich ist er entsprechend begeistert, als er kurzfristig eine Einladung zu einem mehrtägigen Jagd-Ausflug erhält. Aber ausgerechnet unter der Woche! Friedemann ist sich sicher: Seine Frau Marianne wird ihm nie und nimmer zugestehen, die frisch eröffnete Praxis für vier Tage zu schließen.

 

Doch auch Marianne hat eine Einladung erhalten. Allerdings zu einem fünftägigen Wellness-Urlaub. Als sie ihrem Mann davon erzählen will, kommt es zum Streit.

 

Wutentbrannt verlässt Marianne das Haus. Somit scheint zumindest ein Problem bereits gelöst zu sein.

 

Als nun Bastian, der Sohn eines ehemaligen Studien-Kollegen, in der Praxis erscheint, kommt Friedemann auf eine grandiose Idee: Bastian, der scheinbar in die Fußstapfen seines Vaters getreten ist, soll ihn während seiner Abwesenheit vertreten.

 

Vielleicht wäre es jedoch sinnvoll gewesen, er hätte sich vor seiner Abreise über den Fachbereich des jungen Arztes informiert. So sehen sich einige Patienten nun plötzlich recht eigenwilligen Behandlungsmethoden ausgesetzt. Sowohl Gundula, die dem Alkohol nicht gerade abgeneigt ist, als auch August, ein etwas sonderbarer „Beamtentyp“, verlassen gar in Panik die Praxis. Ludmilla, die mannstolle Russin dagegen hätte von dem jungen Arzt gerne „seine besondere“ Behandlung.

 

Doch der „schwarze Patient“, der immer wieder durch die Hintertüre eingelassen wird, bemerkt keine große Veränderung. Auch die überdrehte Ulrike, eine selbst ernannte „Jugendliebe“ von Bastian, kann sich nicht beklagen.

 

Die resolute Sprechstundenhilfe Lilli gibt ihr Bestes, um in dem Chaos den Überblick zu behalten. An ihre Grenzen kommt sie, als auch noch die Schwiegereltern ihres Chefs, der äußerst freundliche Max und seine bissige, keifende Gerlinde, in die Sprechstunde platzen. Durch ein „Missgeschick“ wird Gerlinde recht schnell „beruhigt“, doch inzwischen hat sich im Dorf das Gerücht verbreitet, in der Praxis habe die Mafia Einzug gehalten.